Bedeutung des Wassers

Bedeutung des Wassers

 

ohne wasser geht gar nichts

Wasser ist verantwortlich für alles Leben auf der Erde. Das Leben ist im Wasser entstanden, lange bevor die Atmospähre ihre heutige Zusammensetzung hatte.

Wasser hat schon seit geraumer Zeit eine herausragende Stellung im Weltbild der Menschen. Für die griechischen Naturforscher und Philosophen war es eines der vier Grundelemente (Aristoteles) bzw. das einzige Element, aus dem alle anderen Körper entstehen können (Thales).

Wasser ist Symbol der Reinheit und der Reinigung. Die Taufe als Sakrament der Aufnahme in die christliche Kirche ist untrennbar mit  Wasser verbunden. In der ursprünglichen Form der Taufe steht das Eintauchen (des Körpers bzw. des Kopfes) in das Wasser für die Teilhabe am Sünden tilgenden Tod Christi, das Auftauchen steht für die Teilhabe an seiner Auferstehung. Symbolische bzw. rituelle Waschungen waren bzw. sind auch in vielen anderen Kulturen verbreitet.

Wasser gestaltet -
im Zusammenspiel mit
anderen Kräften - Landschaften.

Es bedeckt nicht nur ca. 71% der Erdoberfläche. Es kann Gesteine sprengen, Böden erodieren, ganze Gebirge abtragen, Täler einschneiden oder überfüllen. Es kann ein Land überschwemmen und somit Not und Elend hervorrufen, aber auch ein Land fruchtbar machen. Wasser - in seinem festen Aggregatzustand - hat in den als Eiszeiten bekannten erdgeschichtlichen Perioden ganz wesentliche Teile unserer Landschaft geprägt. Diese Landschaft ist auch heute nicht statisch: Der Klimawandel führt u.a. zu einem Anstieg des Meeresspiegels und damit zur Veränderung von Küsten- bzw. Insellandschaften und zu erheblichen Problemen für die dort lebenden Menschen. 

Gewässer sind wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. An vielen Flüssen haben sich Schulen in Projektengruppen zusammengeschlossen, um die Flüsse zu erforschen und zu schützen. Aber auch Seen (und andere stehende Gewässer) sowie vor allem die Weltmeere haben eine herausragende ökologische Bedeutung. Diese aquatischen Lebensräume und ihre faszinierenden Bewohner sind teilweise existenziell bedroht, u.a. durch Übernutzung (z.B. Überfischung), durch Verunreinigungen (Abwässer, Abfälle, Schadstoffe aus der Luft), durch Verbauungen (z.B. Flussläufe) und schließlich auch durch den Klimawandel (u.a. Veränderung der Wassertemperatur als ein wichtiger Umweltfaktor).

Wasser gestaltet - wiederum im Verein mit anderen Kräften - Wetter und Klima. Der Wasserdampf in der Atmosphäre trägt mit dazu bei, dass die von der Erde abgegebene Wärmestrahlung nicht ungehindert ins Weltall entweichen kann - er ist also ein natürliches Treibhausgas. Regen und Schnee, Nebel und Reif sind allbekannte Wetterphänomene.

Das Wasser ist ein wichtiger Bestandteil unseres Organismus. Der menschliche Organismus besteht aus etwa 55 - 60% Wasser (auch als Körperwasser oder Körperflüssigkeit bezeichnet), das nach Alter und Geschlecht in unterschiedlicher Menge vorhanden ist und sich folgendermaßen verteilt:

  • Intrazelluläre Flüssigkeit oder Zellwasser: etwa 40% des Körpergewichts
  • Extrazelluläre Flüssigkeit oder Körperwasser außerhalb der Zellen: etwa 20% des Körpergewichts. Zu ihr gehören: Blutplasma, Gewebswasser und alle anderen Flüssigkeiten wie Drüsen-, Gehirn-Rückenmark-, Herzbeutel-, Lungenfell-Rippenfell-, Gelenksflüssigkeit, Augenkammerwasser.

 

Das Wasser hat auch in unserem Körper eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen

Das Wasser ist der Baustein unserer Zellen. Als Quellungswasser für Eiweißkörper bildet es mit diesen die Grundsubstanz unserer Zellen, in der alle anderen Bausteine gelöst oder geformt vorliegen. Das bedeutet, dass alle Zellen des Körpers - ob Haut-, Drüsen-, Muskel-, Gehirnzellen oder andere - nur dann funktionstüchtig sind, wenn sie genügend Wasser enthalten.

Wasser ist Lösungsmittel. Für den Organismus wichtige Substanzen liegen in den Körperflüssigkeiten gelöst vor.

Wasser ist Transportmittel. Nährstoffe, körpereigene Substanzen, Stoffwechselprodukte werden im Blutplasma zu ihrem Bestimmungsort transportiert. Es ist an der Regulation des Wärmehaushalts vor allem durch die Schweißabgabe beteiligt.